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Für den Umbau unseres Sportplatzes gab es grünes Licht

Grünes Licht für neuen Sportplatz

Letschin (MOZ) Der Sportplatz an der Letschiner Turnhalle soll in den nächsten drei Jahren komplett erneuert werden. Die Gemeindevertreter haben der Planung zugestimmt, so dass der Bauantrag eingereicht werden kann. 850 000 Euro, einschließlich Planung, sind für das Projekt veranschlagt.

 
So soll er aussehen: Der Letschiner Sportplatz soll eine neue große 400-Meter-Laufbahn erhalten.
© Planungsbüro Wolf Ahner

Eine 4 mal 400-Meter-Rundlaufbahn, zwei Weitsprunggruben, eine 4 mal 100-Meter-Kurzstreckenbahn, ein Großspielfeld in den Abmaßen von 68 mal 93 Metern, ein Beachvolleyballfeld sowie zwei Kugelstoßanlagen werden auf dem neuen Sportplatz entstehen. Hinzu kommt eine Tribünenüberdachung, unter der 60 Zuschauer Platz finden, sowie eine Flutlichtanlage.

Bauamtsleiter Alexander Haase erläuterte den Abgeordneten anhand einer Power-Point-Präsentation, wie die Anlage künftig aussehen soll, welche Materialien unter anderem für die Laufbahn und das Spielfeld verwendet werden, wo Trainerkabinen und Ballfangnetze geplant sind. Auf dem Spielfeld soll Naturrasen angelegt werden. Es wird eine Drainage verlegt und eine Beregnungsanlage eingebaut. “Mit dem Vorhaben stärken wir den Schulstandort und auch die Vereine”, betonte Bürgermeister Michael Böttcher. Mit einer verbesserten Ausstattung seien auch mehr sportliche Angebote für die Bürger möglich.

Vor der Gemeinderatssitzung hatte es eine große Runde im Bauausschuss gegeben, bei der die Vertreter der Schule und des Vereins Grün-Weiß Letschin mit am Tisch saßen. Ausschussmitglied Mario Forner machte deutlich, dass in einigen Positionen gestrichen werden musste, da die Kosten sonst das Budget übersteigen würden. “Alle am Tisch konnten aber mit der vorgelegten Planungsvariante leben”, erklärte Forner. Eine der gravierendsten Einschnitte war der komplette Wegfall des geplanten Kleinspielfeldes. Bauausschussvorsitzender Manfred Neubauer begrüßte, dass dem Sportverein die Option offen gelassen wurde, in Eigenregie solch einen Platz herzurichten. Die Mitglieder des Ausschusses hatten ihre Unterstützung zugesagt.

Dass in die Anlage investiert werden muss, ist den Gemeindevertretern seit langem klar. Die Tragschicht der Laufbahn ist bis auf wenige Abschnitte nicht mehr vorhanden und kaum noch nutzbar. Die Weitsprunganlage entspricht längst nicht mehr heutigen Ansprüchen, auch die Kugelstoßanlage ist marode. Beim Volleyballplatz besteht ein enorm hoher Aufwand, um das Einwachsen von Grün zu verhindern, da er keine feste Abgrenzung hat.

Ohne Fördermittel kann die Gemeinde das Vorhaben nicht stemmen, machte Bürgermeister Böttcher im Nachgang der Beratung klar. Der Antrag auf Leader-Förderung sei gestellt. Der Vorstand der LAG Oderland habe das Projekt befürwortet. Noch gebe es allerdings keinen Förderbescheid. Im Haushaltsentwurf der Gemeinde für 2017 würden die Eigenmittel in jedem Falle eingeplant, sagte Böttcher. “Wir sprechen bei diesem Vorhaben über einen Realisierungszeitraum von drei Jahren”, betonte der Verwaltungschef. Mit dem einstimmigen Votum der Gemeindevertreter habe man in diesem Jahr die Planung umgesetzt. In der nächsten Woche werde die Kommune beim Landkreis den Bauantrag einreichen. Umgesetzt werden soll das Vorhaben in Jahresscheiben – von 2017 bis 2019.

“Wir bauen zwar mit Fördermitteln, aber wir müssen einen Eigenanteil aufbringen”, erklärt Böttcher. Der sei für die Kommune, die mit einem Haushaltssicherungskonzept arbeiten muss, in einem Jahr nicht für das gesamte Projekt zu stemmen.

Gebaut werden soll so, dass die Anlage zumindest teilweise nutzbar bleibt, sowohl für den Schulsport als auch für die Vereine. Die exakten Baukosten werden erst mit den konkreten Ausführungsplanungen vorliegen, betonte Alexander Haase im Gemeinderat. Noch stehe ein Baugrundgutachten aus und es müsse auch noch die Vermessung erfolgen. Man rechne damit, dass sich die Kosten etwas verringern und für die Kugelstoßanlage eingesetzt werden können. Sie ist in der Entwurfsplanung noch als Übungsstätte vorgesehen. Sollten Mittel frei werden, wollen die Letschiner eine wettkampffähige Kugelstoßanlage herrichten lassen. So steht es auch im Beschluss, dem die Abgeordneten geschlossen ihre Zustimmung gaben.

MOZ – Artikel vom 26.10.2016